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Tomoya Yokokawa studierte Komposition an der Tokyo Gakugei Universität, der Kunstuniversität Graz und der Universität der Künste Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Elena Mendoza, Klaus Lang, Masahiro Yamauchi, Choji Kaneta und Miyuki Shiozaki.
Er erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem vom Deutschen Musikrat, von DAAD und der Ad Infinitum Foundation sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das ihm 2023 einen sechsmonatigen Aufenthalt im Künstlerdorf Schreyahn ermöglichte.
Zu seinen Erfolgen zählen der 1. Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb „Città di Udine“ 2023 (Soloinstrumente) und beim Wettbewerb „Torre della Quarda“ 2018 (Kammermusik). 2023 war er zudem Finalist beim Claussen-Simon-Kompositionspreis.
Komponieren ist für Yokokawa ein Dialog des innersten Selbst mit dem Unsichtbaren — ein spiritueller und mystischer Prozess, der den Kern seiner Musik bildet. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Bedeutung der traditionellen japanischen Musik für ihn: Seine erste Oper „Konjiki Yasha (Der goldene Dämon)", deren Musiksprache vom Nō-Theater inspiriert ist, wurde 2018 an der Oper Graz uraufgeführt. 2026 folgte am Mitsukoshi-Theater in Tokio die Uraufführung von „Star picking", einem Werk für das traditionelle japanische Hoforchester Gagaku — Musik, die an Klänge erinnern möchte, die die Welt vielleicht vergessen haben könnte.